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Nach Dresden ist die Welt nicht mehr die Selbe

Dresden 2011 war nicht bloß ein Kampf gegen Nazis, es war ein kriegsähnlicher Zustand. Der Staat und sein Repressionsorgan Nummer eins, die Polizei fuhren alles auf, um den FaschistInnen den Weg frei zu räumen.
Aber zum Anfang sei natürlich darauf hingewiesen, dass die Blockade erfolgreich war. Sogar noch erfolgreicher als 2010. Denn Diesmal konnten die Nazis nicht einmal annähernd ihre Demonstration durchführen. Selbst die 500 Nazis die nach Leipzig geflohen sind, konnten dort keine Hetze verbreiten. Das was die Nazis am meisten gesehen haben, waren uniformierte Rücken.
Das Konzept der Massenblockade hatte sich wieder einmal bestätigt und es rechtfertigt damit auch in Zukunft die Anwendung dieses Kampfmittels gegen FachistInnen.
Das erschreckende an Dresden aber ist, das brutale und unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei. Mit Fäusten schlugen die BeamtInnen gezielt auf die Köpfe der Gegendemonstranten, ein Polizist glühte förmlich auf, als Blut seine Uniform bedeckte, Blut eines Nazigegners. Von morgens bis zum Schluss wurden die GegnerInnen der Nazis mit Pfefferspray eingedeckt. Egal ob jung oder alt, die Polizei hielt einfach drauf bis die Menschen keine Luft mehr bekamen. Mit Wasserwerfern schleuderten sie die Menschen auf den Schnee, Menschenrechte waren hier abgeschafft. Bei Minusgraden mussten die durchnässten frieren. Ohne die Solidarität der Anderen, wären sicherlich einige schwer erkrankt.
Die Gewalt an diesem Tag hatte also definitiv ihren Anfang bei den Schlägertrupps der BRD. Sie und ihre überspitzte Gewalt haben Dresden zu einem Schlachtfeld gemacht. Und trotzdem jammert ein Heuchler wie der Polizeipräsident von Sachsen, dass seine armen BeamtInnen so angegriffen wurden. Wer Sturm säht, wird Sturm ernten!
Umso mehr überraschte, dass die Polizei förmlich blind war, wenn Nazis Gewalt anwendeten. Doch leider gibt es diesmal dafür Beweise. Auf einem Video ist gut zu sehen, dass während rund 80 Nazis das Wohnprojekt „Praxis“ angreifen, dort Fenster einschlagen und Steine werfen, ein Polizist im Hintergrund in aller Ruhe den Verkehr regelt. Obwohl die Angreifer mehrere Minuten vor dem Haus verweilen, kommt keine wildgewordene Berliner Polizeischlägertruppe. Ganz klar formuliert heißt dies, dass friedliche BlockiererInnen niedergeprügelt werden, aber randalierende FaschistInnen können ihre Gewaltfantasien frei ausleben und die Polizei regelt sogar noch den Verkehr für die Herrschaften, damit diese bei ihrem Überfall auch nicht gestört werden. Einen gewissen Sarkasmus kann man sich hier kaum ersparen.
Doch endgültig wurde die Demokratie zu Grabe getragen, als ein SEK Kommando in die Räume des Bündnisses gegen den Naziaufmarsch eindrangen ohne Durchsuchungsbefehl und mit unverhältnismäßiger Gewalt. Türen wurden aufgesägt, aufgebrochen und Möbel zerstört. Dass man für diese Aktion keine nötige richterliche Anordnung hatte, störte die BeamtInnen nicht, auch die Presse schrie nicht auf, wegen dieses Verstoßes gegen das Grundgesetz, dabei ist man doch sonst so fix anderen zu sagen, was Demokratie bedeutet.
Und das beunruhigende Moment Dresdens nimmt kein Ende. So reden nun einige VertreterInnen der „Demokratie“ über eine Verschärfung des Versammlungsrechts. Es wird nicht etwa darüber diskutiert, dass FaschistInnen keine normale politische Meinung vertreten, sondern das sie Menschen verfolgen und eliminieren wollen und das man ihnen deshalb keinen Raum für ihre Hetze gibt, genauso, wie man auch Pyromanen keinen Raum für ihre Vorlieben gibt. Sondern, es findet eine Diskussion statt, dass man unangenehme Veranstaltungen verbieten will. Was hier als Vorsorge gegen Rechts deklariert wird, gilt wieder einmal dem wirklichen Feind im Kapitalismus, dem linken Spektrum. Die Konturen der Diktatur des Kapitals werden immer deutlicher und es liegt an uns diese noch deutlicher zum Vorschein zu bringen und andererseits den Kampf gegen das System zu verschärfen. Denn Dresden hat uns auch gelehrt, dass viele Menschen trotz enormer Unterlegenheit gegen die staatliche Gewalt bestehen können. Zusammen haben wir die Repression besiegt und auch in Zukunft wird unsere Solidarität, aber auch unsere Entschlossenheit unser bestes Kampfmittel sein gegen Faschismus und Kapitalismus.
Für uns in der Region Aachen bedeutet dies, dass wir noch entschiedener und noch überzeugter für unsere Blockade gegen den Naziaufmarsch am 09. April in Stolberg werben. Dabei stehen auch hier die Zeichen auf Sturm. Schon im Vorfeld versucht auch die Aachener Polizei die BlockiererInnen zu kriminalisieren. Doch der Wille von immer mehr Menschen, den Naziaufmarsch zu verhindern gibt uns moralisch Recht. Für dieses Recht werden wir kämpfen und wir lassen uns auch weiterhin nicht von Gewalt und Diffamierung behindern.
Abschließend ist festzuhalten, das Dresden ein Erfolg ist und zugleich die revolutionären Kräfte vor neue Herausforderungen stellt. Und es ist festzuhalten, dass die brutalste und gefährlichste Schlägertruppe in Dresden, jene war, die eine Uniform trug.
Dennoch, auch 2012 werden wir KommunistInnen nach Dresden kommen, so lange, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist!
DKP und SDAJ Aachen
Erklärung der SDAJ Aachen zu den Blockaden in Dresden und Stolberg
Am 19. Februar und am 09. April wollen NazigegnerInnen bundesweit die Naziaufmärsche durch Blockaden stoppen. Schon seit langem ist das Konzept der Blockade in aller Munde. Viele rätseln darüber, ob nun eine solche Aktion legal sei. Die staatlichen Repressionsorgane versuchen mit aller Macht die BlockiereInnen zu kriminalisieren. Dies fällt natürlich schwer, wenn sich nicht nur der linksradikale „Pöbel“ daran beteiligt, sondern selbst Bundestagsabgeordnete sich auf die Straße setzen.
Wir von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend Aachen finden hingegen die Diskussion um die Legalität für mühsam und unnötig. Das entscheidende Kriterium für eine Blockade ist, das sie legitim ist. Die entscheidende Frage ist nämlich, wen blockiert man dort? Einen regulären politischen Konkurrenten? Eben das ist nicht der Fall. Faschismus ist keine normale politische Einstellung, neben der Glorifizierung des Dritten Reiches und deren Verbrechen ist es auch heute noch guter Ton der Nazis gegen „Das Fremde“ zu hetzen, Menschen die „Anders“ sind zu verfolgen, zusammenzuschlagen oder sogar zu töten. Ob NPD oder Freie Kameradschaften, sie alle verstoßen zu tiefst gegen die Grundsätze des Grundgesetzes. Aber eben jene Errungenschaften nutzen die FaschistInnen geschickt, um ihren Hass zu verbreiten, ohne dabei einen Hehl daraus zu machen, das jene Grundgesetze das erste sind, was sie abschaffen werden, wenn sie an der Macht sind.
Wenn Nazis aufmarschieren, sind es also jene die sich hinsetzen, die blockieren, die das Grundgesetz beschützen. Die uniformierten, die sich einbilden das Grundgesetz zu schützen, die es selbst meistens nicht einmal genau kennen, werden zu den Totengräbern der Demokratie.
Und die Gefahr von Rechts ist Akut und nicht mehr zu leugnen. Zeichen setzen reicht in einer unsicheren gesellschaftlichen Situation nicht mehr aus. Nur der klare Kampf gegen Rassismus, Faschismus und Sexismus kann unsere Gesellschaft vor einem Rechtsruck schützen. Aus diesem Grund ist für uns die Blockade legitim und notwendig.
Egal ob in Dresden oder Stolberg, die Mitglieder der SDAJ Aachen werden aktiv mitblockieren und wir rufen alle Sympathisanten und NazigegnerInnen auf sich uns anzuschließen.
SDAJ Aachen

Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist!
Letztes Jahr gelang es erstmalig Europas größten Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern.
Auch dieses Jahr haben die Nazis wieder mehrere Veranstaltungen zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden angekündigt. Seit Jahren nutzen die Nazis die Bombenangriffe auf Dresden für ihre Zwecke. Sie verdrehen die Geschichte, um sie für sich zu instrumentalisieren.
Auch dieses Jahr kämpfen wieder Antifagruppe, lokale Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbände und viele weitere Organisationen und Einzelperson auf der Straße gegen Geschichtsrevision und Verleugnung des Vernichtungskrieges und Holocausts.
Kommt am 19. Februar 2011 nach Dresden und Kämpft in Form von Massenblockaden gegen den Naziaufmarsch und dagegen, dass die Faschisten ihre Demagogie verbreiten können.
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Pressemitteilung der SDAJ. 05.10.2010
Am 30.9. protestierten in Stuttgart über 2000 Schülerinnen
und Schüler im Schlossgarten gegen das unsinnige Milliardenprojekt Stuttgart21.
Sie nutzten ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationsfreiheit.
Gegen die fortgesetzten Massenproteste setzten Innenminister Rech und
Ministerpräsident Mappus ein Zeichen: Mit Pfefferspray, Wasserwerfern und
brutaler Gewalt ging die Polizei gegen die Protestierer vor. Kinder,
Jugendliche, alte Menschen, sie wurden niedergeknüppelt, um den Park für die
illegalen Baumfällarbeiten zu säubern. Über 300 Verletzte zeigen, mit welcher
beispiellosen Brutalität die Polizei vorging.
Die letzten Tage haben es mehr als deutlich gemacht: Bei
Stuttgart 21 geht es schon lange nicht mehr nur um einen Bahnhof. CDU, FDP und
ihre Hintermänner in Banken und Konzernen müssen sich selbst beweisen, dass sie
ihre Interessen zur Not auch mit brutaler Gewalt gegen die Mehrheit der
Menschen durchsetzen können.
2/3 der Menschen in Stuttgart und eine deutliche Mehrheit in
Baden Württemberg lehnt die Tieferlegung des Bahnhofs ab. Jugendlichen wird mit
der Vernichtung des Schlossgartens eine der wenigen Möglichkeiten genommen, sich
ohne viel Geld sinnvoll die Zeit zu vertreiben. Hier kann man sich noch mit
Freunden treffen, feiern, abhängen, Sport oder Musik machen, weil für die
meisten anderen Sachen die Kohle schon lange nicht mehr reicht. Auch
alternative Clubs wie die Wagenhallen fallen dem Wahnsinnsprojekt Stuttgart21
zum Opfer. Gleichzeitig fehlen Milliarden in der Bildung, Schwimmbäder
vergammeln und werden gleichzeitig immer teurer.
Hunderttausende sind auf die Straßen gegangen oder haben
sich mit Aktionen des zivilen Ungehorsams widersetzt. Dieser Massenprotest
macht den Herrschenden Angst. Besonders Jugendliche sollen von Anfang an
lernen, dass dieser Staat nur eines von ihnen erwartet: Schnauze halten. Wer
sich den Herrschenden widersetzt, wird niedergeknüppelt. Denn sollte das
Stuttgarter Beispiel Schule machen, könnte das dazu führen, dass mehr Menschen
in diesem Land wieder die Dinge in die eigene Hand nehmen.
Wir kämpfen weiter gegen Stuttgart21, gegen den Ausverkauf
demokratischer Rechte und dagegen, dass in diesem Land die Konzerne sagen, wo
es lang geht. Wir brauchen Geld für Bildung, für Kultur und für soziale
Projekte. Stuttgart21 brauchen nur die Konzerne, die sich daran eine goldene
Nase verdienen.
Das Wirtschaftswachstum steigt wieder und die Taschen der Kapitalisten füllen sich in Hülle und Fülle.
Aber profitieren auch die normalen Menschen davon?
Gibt es jetzt endlich Ausbildungsplätze für alle?
Von diesem Traum sind wir meilenweit entfernt. Tatsache ist, dass jedes Jahr zehntausende Jugendliche ohne eine Ausbildung dastehen. Tatsache ist auch, dass in den letzten Jahren ca. 15 % aller Ausbildungsplätze gestrichen wurden. Das Versprechen der UnternehmerInnen neue Ausbildungsplätze zu schaffen, stellt sich als eine weitere Lüge des Kapitals da. Die erschreckende Wahrheit ist, dass heute über 60% der Ausbildungskosten vom Staat getragen werden, also von uns Steuerzahlenden.
Es muss endlich sichergestellt werden, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt bekommt und dass die Übernahme im erlernten Beruf sichergestellt wird. Jeder Betrieb muss 10% der Arbeitsplätze als Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.
Jugendliche brauchen Perspektiven und sie haben ein Anrecht auf eine sichere Zukunft.
Dazu gehört auch, dass ein Auszubildender einen Lohn bekommt, von dem er selbstständig leben kann. Ein junger Erwachsener muss die Möglichkeit haben einen eigenen Haushalt aufzubauen. Wie sonst sollen selbstständige und selbstbewusste Persönlichkeiten in unserer Gesellschaft heranwachsen.
Auch das Jammern der Wirtschaft, es würden Fachkräfte fehlen, erklingt wie pure Heuchelei. Wer keine Fachkräfte ausbildet, der darf sich auch nicht wundern, wenn die Selbigen nicht vorhanden sind.
Eine weitere traurige Wirklichkeit in diesem Land ist die Diskriminierung von MigrantInnen, Behinderten und jungen Frauen. Selbst im 21. Jahrhundert besteht die Gleichberechtigung nur auf dem Papier. Dagegen anzukämpfen stellt sich aber für die jungen Menschen als große Herausforderung dar. Denn ein wirkliches Streikrecht besitzen Auszubildende nicht. Häufig werden sie mit ihren Ängsten und Nöten allein gelassen. Hier muss sich etwas ändern und den Auszubildenden muss ein stärkeres Instrument für den Arbeitskampf zur Verfügung gestellt werden. Die Rolle der Gewerkschaften im Kampf für die Auszubildenden muss gestärkt werden.
Aber eines muss uns auch klar sein, so lange wir im Kapitalismus leben, werden wir nie eine gerechte Auszubildendenpolitik erreichen. Wir müssen darüber nachdenken, dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist.
Wir als KommunistInnen glauben daran, dass nur der Sozialismus –
eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit ermöglicht.
Darum lasst uns heute anfangen das Morgen zu erkämpfen.

Sozialismus und Frieden
statt
Krieg und Naziterror
Wieder einmal jährt sich der Tag, an dem Deutschland den zweiten Weltkrieg anfachte. Seit dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen sind viele Jahre vergangen, aber hat dieses Land aus einem seiner größten Fehler mit Millionen von Toten gelernt?
Eine einfache Antwort ist hier wohl kaum möglich. Schauen wir uns nur einmal Aachen als Beispiel an. Fast Tag täglich schmieren Nazis menschenverachtende Sprüche an Wohnungen von politischen GegnerInnen oder an den jüdischen Friedhof. Menschen werden durch die Straßen gehetzt. Paketbomben werden gegen unliebsame Einrichtungen eingesetzt. Demonstrationen werden überfallen.
Trotzdem feiern Menschen mit eben jenen Nazischlägern zusammen in Diskotheken, trinken gelassen ihren Cocktail am Nachbartisch. Man kann es einem Menschen ja nicht ansehen, ob er ein Nazi ist. Doch diese Heuchelei wird schnell widerlegt. Schon lange verstecken sich Nazis nicht mehr in dieser Stadt, sie zeigen auf ihren T-Shirts offen ihre lebensverachtende Gesinnung. Offen pöbeln sie MigrantInnen an und die Mehrheit schaut weg und schweigt. Ist die Antwort also doch so einfach? Nein, da es auch Widerstand gibt und dieser wird gesellschaftlich breiter. Und der heutige Tag ist ein gutes Beispiel dafür, denn heute wird nicht nur daran gedacht was damals passierte, sondern es soll auch aktiv darauf hingewiesen werden, was immer noch passiert!
Wir, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ Aachen), solidarisieren uns mit allen die sich aktiv den Nazis in den Weg stellen und wir rufen alle revolutionär gestimmten Jugendlichen auf, lasst euch nicht von den Rattenfängern blenden und bekämpft sie überall wo sie euch begegnen. Es darf kein rechtes Hinterland geben!
Es liegt an uns allen, dass sich die Verbrechen der Vergangenheit nicht wiederholen. Und es liegt an uns, eine Gesellschaft zu erkämpfen, die frei ist von Faschismus und Kriegstreibern. Für uns ist solch eine Gesellschaft nur im Sozialismus möglich. Auch wenn viele diesen gerne für tot erklären, gibt der Sozialismus auch heute noch vielen Menschen eine Hoffnung. Für diese Hoffnung wollen auch wir uns mit vielen anderen einsetzen!

Mit großer Freude haben wir das Engagement des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in unserer Region gegen Faschismus und Rassismus in den letzten Monaten beobachtet. Die Zielstrebigkeit mit der der DGB die gesellschaftliche Rolle annimmt, die einer Gewerkschaft eben zukommt, ist leider selten geworden in unserer Zeit. Gewerkschaft ist mehr, als reiner Kampf um Lohnerhöhungen und Standortsicherung, so wichtig diese Bereiche auch seien mögen. Gewerkschaft ist auch der Kampf um die Köpfe. Ist Bewusstseinserweiterung der Massen. Wir alle bestimmen das Geschehen der Gesellschaft und nicht die Gesellschaft bestimmt über uns.
Oder aber, wie leider erneut im konkreten Fall, eine Handvoll von FaschistInnen, die uns ihren Fremdenhass aufzwingen wollen. Wer Deutsch ist, dass bestimmen sie, nicht wir. Dagegen auf die Straße zu gehen ist wichtig, aber genauso wichtig ist es in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens Aufklärung zu betreiben. Mein Feind am Arbeitsplatz ist nicht der „Ausländer an sich“, sondern der Besitzer der Produktionsmittel, der Kapitalist, der unsere Arbeitskraft ausbeutet. Er zwingt mich unter seinen Spielregeln zu arbeiten und er zwingt meinen ausländischen Kollegen. Den Keil zu erkennen, den die FaschistInnen zwischen die ArbeitnehmerInnen treiben wollen, ist also von enormer Wichtigkeit. Denn lassen wir uns nicht trennen, kämpfen wir gar zusammen, ist der Feind, ja der Klassenfeind viel deutlicher zu erkennen.
Deshalb begrüßen wir es, dass der Antikriegstag in Aachen dieses Jahr unter dem Motto läuft, sich dem Naziterror nicht zu beugen. Die Terrorakte der Nazis haben in Aachen unerträgliche Formen angenommen. Wohnungen werden beschmiert und angegriffen, politische GegnerInnen und MigrantInnen werden durch die Straßen gehetzt, Paketbomben werden vor alternativen Jugendzentren platziert, menschenverachtende Schmierereien müssen wir am Friedhof unserer jüdischen Mitmenschen sehen.
Hier sind wir alle gefragt ein deutliches Zeichen gegen dieses „braune Gesindel“ zu setzen. Deshalb ruft die Deutsche Kommunistische Partei Aachen dazu auf am 01.09.2010 die Antikriegstag-Kundgebung am Elisenbrunnen um 17:30 Uhr aktiv zu unterstützen. Wir müssen zeigen, dass wir uns von rechten Rattenfängern nicht spalten lassen.
Aktiv müssen wir uns dann am 25.09.2010 den Nazis in den Weg stellen. Denn an diesem Tag wollen sie den Bau einer Moschee nutzen, um Hass gegen unsere muslimischen MitbürgerInnen zu schüren. Dabei klopfen sie leider nicht überall an zugeschlossene Türen. Die pauschale Verurteilung von muslimischen Menschen, hat seit dem 11.09.2001 dramatisch zugenommen. Eine religiöse Anschauung wird gleichgesetzt mit Terrorismus. Diese fatale Gesinnung darf in einer modernen und pluralistischen Gesellschaft nicht geduldet werden. Denn Stigmatisierungen helfen nur einem und zwar den Aufpeitschern der FaschistInnen. Aus diesem Grund geht es auch am 25. September darum ein klares Signal gegen Rechts zu setzen und zu zeigen, dass unsere muslimischen Mitmenschen unsere Freunde sind, Nazis aber nicht.
Es muss unser Ziel sein, den Naziaufmarsch zu verhindern. Ihnen soll nicht ein Zentimeter für ihren Fremdenhass eingeräumt werden.
Wir rufen dazu auf, sich den verschiedenen Protestformen an diesem Tag anzuschließen!
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Kapitalismus?
Gez:
Gruppenvorstand der DKP Aachen

Aufruf zum Antikriegstag
1. September 2010
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Den neofaschistischen Terror bekämpfen!
Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. 60 Millionen
Opfer stehen für den schlimmsten Vernichtungskrieg in der Geschichte der Menschheit. Der mörderische Krieg und die Vernichtung vieler Millionen Menschen gingen von deutschem Boden aus und sind untrennbar mit dem verbrecherischen System des Nationalsozialismus verbunden. Die Ideologie des Faschismus beruht auf Volksverhetzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Faschismus und Rechtsextremismus führen mit dieser irrationalen und bei den niedrigsten Instinkten ansetzenden Ideologie zwangsläufig zu Hass zwischen den Völkern und kriegerischen Auseinandersetzungen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund steht an dieser Stelle für Frieden, Völkerverständigung und die Internationale Solidarität. Wir unterstützen alle Menschen, die sich dafür einsetzen, Nationalismus und Hass, Gewalt und Unterdrückung zu verhindern und zu bekämpfen. Die deutschen Gewerkschaften haben in ihrer Geschichte leidvolle Erfahrungen mit dem Faschismus gemacht. So wurden die Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933 von den Nazis besetzt und freie Gewerkschaften verboten. Viele GewerkschafterInnen wurden gefangen, gefoltert, ermordet und manche verschwanden in den Konzentrationslagern. Daher werden die Gewerkschaften auch weiterhin alles tun, um Rechtsextremismus und Faschismus in Deutschland zu verhindern. Wir fordern ausdrücklich ein Verbot der rechtsextremen Parteien.
Immer noch fallen Menschen auf diese braunen Seelenfänger herein, glauben deren dumpfe Parolen oder wählen deren widerwärtige Parteien. In unserer Region treiben derzeit auch wieder rechtsextreme Banden ihr Unwesen. Vorzugsweise nachts vergreifen sie sich an Gebäuden und Einrichtungen von demokratischen Parteien und Religionsgemeinschaften oder attackieren Menschen, die sich mutig den Neonazis entgegen stellen. Regelmäßig versuchen sie, unsere Region als Aufmarschgebiet für ihre tumben Truppen zu missbrauchen. All dies ist unerträglich und muss beendet werden. Hier ist nicht allein die Staatsmacht gefragt, sondern vor allem Zivilcourage. Stellen wir uns gemeinsam diesen Ewiggestrigen entgegen und sagen „Nein“!
NEIN zu Krieg! NEIN zu Faschismus! Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft daher seine Mitglieder und alle anderen Menschen dazu auf, sich alten und neuen Nazis entgegen zu stellen. Drum lasst uns am 1. September ein Zeichen setzen gegen die braunen Umtriebe in unserer Region und gegen den Krieg in dieser Welt.
1. September, 17:30 Uhr, Aachen, Elisenbrunnen
V.i.S.d.P. DGB Region NRW Süd-West
(Quelle: http://www.region-nrw-suedwest.dgb.de/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=146)







